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BRK Rettungshundestaffel Bad Kissingen
Wir sind aktive Hundeführer der BRK Hundestaffel Bad Kissingen.
Mehr Infos über unsere Arbeit bzw. die Ausbildung zum Rettungshund bzw. zum Rettungshundeführer (siehe unten) oder auf unserer
Homepage
Über die Ausbildung zum Rettungshund
Zu Beginn der Ausbildung gilt das Hauptaugenmerk unserer Ausbilder dem Hund und wie wir ihn dazu bringen können, das zu tun, was wir von ihm wollen. Während der eine Hund bereit ist, für Futter fast alles zu tun, ist einem anderen Hund sein Spielzeug wesentlich lieber. Jeder Hund ist für sich ein Individuum. Deswegen behandeln wir auch jeden Hund individuell. Nur eines ist im Umgang mit allen Hunden gleich: die Hunde werden ausschließlich über positive Reize trainiert, sie haben Freude an der Arbeit. Das geht so weit, dass unsere einsatzfähigen Hunde nicht suchen müssen, sondern sie freuen sich, dass sie suchen dürfen.


Im Mittelpunkt unserer Ausbildung steht die Stärkung der Bindung zwischen dem Hund und seinem Hundeführer. Die beiden sollen im Laufe der Zeit zu einem einsatzfähigen Team zusammenwachsen, zwischen denen eine klar definierte Rangordnung bei einem freundlichen Klima herrscht.


Der Hund lernt, dass ein Mensch sein Spielzeug oder sein Futter (= seine "Beute") in den Wald "entführt" und er fängt an, nach seiner Beute zu suchen. Begonnen wird damit, dass sich Menschen unter Sicht mit für den Hund deutlich erkennbarer Beute entfernen. Der Schwierigkeitsgrade wird im Laufe der Zeit mit fortschreitendem Lernstand des Hundes so weit gesteigert, bis der Hund auch ohne äußeren Reiz allein auf das Kommando "Such und Hilf" zu suchen beginnt und erst damit aufhört, wenn das Opfer gefunden wurde oder der Hundeführer die Suche abbricht.


Parallel dazu wird der Hundeführer ausgebildet. In dieser Zeit sind vor allem folgende Themen relevant:


    *      Sanitätsausbildung (SAN-A und SAN-B)
    *      Ausbildung im Umgang mit Karte und Kompass
    *      Trümmerkunde (auch für Hundeführer, die keine Trümmerhunde führen!)
    *      Organisation und Grundlagen des Roten Kreuzes
    *      Kynologie und Erste Hilfe am Hund


Ein Teil der Zeit in der Ausbildung wird für die sogenannte "Unterordnung" verwendet. Hierbei geht es - wie im Hundesport zum Beispiel auch - darum, dass der Hundeführer seinem Hund vermitteln kann, was er von ihm will und dass der Hund dies auch befolgt. Nicht zuletzt ist auch Ziel der Ausbildung, dass der Hund verkehrstauglich wird und überall mit hingenommen werden kann ohne dass er unkontrollierbar wird. Der Hund soll durch die Unterordnung "alltagstauglich" werden.
Zu diesem Bereich gehören die klassischen Übungen "Sitz", "Platz", Voranschicken und Bei-Fuß-Gehen.


Parallel dazu findet eine Ausbildung auf den "Geräten" statt. Diese sollen den Hund daran gewöhnen, dass er auch über für ihn unangenehme Untergründe läuft und sich auch vor engen Durchgängen, wackligen Böden und kippenden Stegen nicht fürchtet. Diese Übungen sind eine Vorbereitung auf die Trümmerarbeit.


Wenn die Grundlagen perfekt sitzen, dann wird konkret auf die Prüfung hingearbeitet. Bei dieser Prüfung - die übrigens jährlich wiederholt werden muß - hat das Team aus Hundeführer und Hund einige Aufgaben vor sich:


    *      Theoretische Prüfung
    *      Verweistest
    *      Unterordnung
    *      Suche
Bei der Suche hat das Team maximal 20 Minuten Zeit, in einem mindestens 30.000 m² großen Gebiet bis zu zwei Opfer zu finden.


Wenn die Prüfung erfolgreich abgelegt wurde gilt das Teams als "geprüftes Rettungshundeteam" und darf von dem Zeitpunkt an im Einsatz verwendet werden. In der Praxis steht vor dem ersten Einsatz noch weiterer Übungsbetrieb, bei dem vor allem die Suchausdauer gestärkt werden soll. Unbedingte Voraussetzung für den Einsatzdienst ist zudem, dass das Team eine Leistungsüberprüfung unter Einsatzbedingungen erfolgreich gemeistert hat. Er danach wird das Team zum "einsatzfähigen Rettungshundeteam" und kommt bei echten Sucheinsätzen zum Einsatz.


In der Regel sind vom Beginn der Ausbildung bis jetzt ca. 2 - 3 Jahre vergangen.






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